“Make Love, Not War”. Sein Lebensmotto. Sein Werk. Er prägte die Friedensbewegung der 60-ger, wie kein anderer. Kaum ein Musiker schaffte es so viele Menschen von „Peace and Love“ zu überzeugen. Kaum ein anderer als John Lennon.
Bekannt durch die Beatles als Singer und Songwriter sang und predigte sich der berühmteste Hippie in die Herzen aller Menschen. Schon als junger Knabe war es sein größter Wunsch Rockstar zu werden. Ganz nach seinem Idol Elvis Presley.
Einfach war es allerdings nicht. John Winston Lennon hatte nicht nur eine holprige Kindheit und Jugend, sondern auch später viele Hindernisse in seinem Leben, die nicht selten zu großen Veränderungen führten.
Geboren ist John am 09. Oktober. 1940 in Liverpool. Die ersten fünf Jahre wuchs er mit seinen Eltern auf. Sein Vater war allerdings selten zu Hause. Er arbeitete bei der Handelsmarine und war oft auf der See. Als die Mutter, Julia Lennon, von einem anderen Mann schwanger wurde, ließen sich die Eltern scheiden. John wurde seitdem von Julias Schwester Mary Smith („Mimi“) erzogen.
Mary traute Julia die Alleinerziehung von John nicht zu. Die Sorge war nicht unbegründet. Mary war durch und durch eine sehr vernünftige und strenge Ersatzmutter für John. Julia hingegen benahm sich wie eine Teenagerin. Sie war eine verspielte Person, die vor sich hin träumte und nur Spaß haben wollte. John wäre mit Sicherheit lieber bei seiner Mutter geblieben, hätte er mit 5 Jahren gewusst, dass ihm bei Tante „Mimi“ eine so strenge Erziehung bevorsteht. Doch nach der Trennung war der Kontakt zwischen John und seinen Elten eine lange Zeit abgebrochen. Mary hatte ihm verboten den Kontakt wieder aufzunehmen und nannte das Elternhaus „Haus der Sünde“. Ihr eigenes Heim, indem John lebte und von ihr erzogen wurde, nannte sie „Haus der Besserung“. Dabei war Mary ein nicht viel besserer Mensch.
Sie betrog ihren Mann mit dem jüngeren Untermieter und war immer sehr streng und lieblos zu John. Er hatte mit seiner Tante oft Streit, weil sie seine Hobbies und Interessen nicht akzeptierte. In ihren Augen war John ein schlechter Schüler, ein Rebell, ein Problemkind. Irgendwann hatte John die Nase voll von seiner spießigen Tante und begann sich Gedanken über seine Mutter zu machen. Er wollte wissen was damals passiert war und wo sie zur Zeit lebte.
John war zarte 15 Jahre als, als er beschloss seine Mutter zu finden und die Beziehung wieder aufzubauen. Lange musste er nicht suchen. Zu seinem Glück wohnte Julia nur eine Busstation von ihm entfernt… Das Wiedersehen mit seiner Mutter sollte John für den Rest seines Lebens beeinflussen. Als wäre in der Vergangenheit nie etwas passiert, verstanden sich die beiden blind und wurden zu mehr als besten Freunden. Sie zeigte ihm was Rock’n'Roll ist, wie man Gitarre spielt und was Sex bedeutet. Für John war Julia eine beste Freundin, eine Schwester und eine Mutter zugleich..Er hat sie geliebt. Fast jeden Tag besuchte er sie heimlich nach der Schule. John war wieder der glücklichste Mensch auf der Welt. Nachdem vor kurzem erst sein Onkel, Marys Mann,
den er ebenfalls sehr gern hatte, gestorben war, hatte er wieder jemanden an seiner Seite…
3 Jahre später, John war zu dem Zeitpunkt 18, starb Julia plötzlich in einem Autounfall.
Nach der Scheidung seiner Eltern und Mimis Erziehung war es das zweite Ereignis, das ihn und sein Leben sehr stark prägten. Stärker als alles andere was war oder noch nicht war. Der Tod seiner Mutter traf ihn so sehr, dass er in eine depressive Phase stürzte, in der Alkohol und Drogen zu seinen alltäglichen Begleitern wurden. John fühlte sich einfach verloren. Er wusste nie so richtig, wo er hingehört und irrte in seinem Leben so herum. Das einzige, was ihn aufmunterte und ihm Kraft gab, war die Musik. Die Musik, die ihm seine Mutter nahe brachte. Geprägt vom Verlassen werden, von Leid und Unwissenheit und einer aus Scherben gepflasterten Kindheit beginnt hier Johns Karriere als Musiker.




