Sprachlos willst du die nackte Welt genießen
und tief einfühlend dich in ihr verlieren,
ohne in Worten sie zu porträtieren
und sie in hohle Klänge umzugießen?
Doch aus der Sprachedeine Wunder sprießen,
in deiner Sprache nur kristallisieren
die jähen Bilder, die gleich wilden Tieren
chaotisch wütend durcheinander schießen,
zu deiner schimmernd festgefügten Welt.
Und daß dich diese Worte selbst nur malen,
klag sie nicht an, denn ohne sie zerfällt
des Daseins Klang und siebenfarbig Strahlen
in ewig wüste Nacht, schaurig erhellt
von aller Nöte flammenden Fanalen.
Gustav Sack
Aus der Sammlung „Die Drei Reiter“


Bin eben das erste mal auf die Seite gekommen. Gefaellt mir sehr.
Vielen Danke! Das freut mich. Allerdings ist der Blog in ständigem Wandel. Ich versuche den Blog möglichst übersichtlich und schön zu gestalten.